Mein “Hello, Nähmaschine”-Moment…

mein Hello-Nähmaschinen-Moment

Angesteckt von Selmin von tweedandgreet berichten vor einiger Zeit ein paar Näherinnen über ihre erste Begegnung mit der Nähmaschine. Und davon inspiriert möchte ich das heute auch tun. Ich habe auf meinem Blog hier schonmal berichtet, wie mein Nähhobby anfing, mit Jeansmonstern nach englischsprachigen Youtube-Videos. Heute soll es hier um den Weg zu meinem ersten “tragbarem” Teil, meinem ersten selbstgenähten Kleidungsstück, gehen. Schon früher habe ich meine genähten Sachen meist fotografiert – fürs Archiv – deswegen gibt’s hier auch ein paar alte Bilder zu sehen.

Als Kind habe ich oft zugeschaut, wenn meine Großeltern genäht haben. Ein paar Mal habe ich versucht, eine Nähmaschine zu bedienen, das war aber nur 1,5 Minuten erfolgreich. Und als ich zum ersten Mal gesehen habe, wie mein Schneidermeister-Opa auf einem Zeitungspapier ein Schnittmuster entwarf, hat mich das schon beeindruckt, aber leider erstmal nicht nachhaltig.

Einige aus der Monsterfamilie…

Denn erst Ende 2009 nach Abschluss meines Studiums habe ich mir meine erste Nähmaschine gekauft und dann im Selbststudium und mit Onlinevideos mit dem Nähen angefangen. Wie gesagt mit den Jeansmonstern.

mein selbstgenähtes Utensilo

Meine erste kleine Nähecke mit Utensilo

Mein erstes größeres Nähprojekt habe ich etwa ein Jahr später gemacht, ein Utensilo für meine Nähsachen, das ich in meine Nähecke gehängt habe.
Einzelne Teile hab ich nach Schnittmuster genäht, andere selbst gewerkelt und am Ende alles zusammengenäht und auf eine Sperrholzplatte gezogen.

Ich war mächtig stolz darauf, denn es hat wirklich Tage gebraucht, die vielen kleinen Teile zu nähen. Heute muss ich schmunzeln, wenn ich die schiefen und krummen Nähte sehe, aber das Utensilo hängt auch heute noch gefüllt in meinem kleinen Nähzimmer.

Mein erstes selbstgenähtes Kleidungsstück war dann ein Shirt nach dem Papierschnittmuster FANÖ von schnittreif.de/Anja Müssig. Abgepaust auf Backpapier hab ich so mein erstes Shirt zugeschnitten und genäht, aus einem hässlich-olivgrünen Jersey (der günstig war, den ich aber leider damals auch schon hässlich fand). Bündchen hab ich upgecycelt aus einem alten Shirt. Entsprechend waren die auch schon ziemlich ausgenudelt und auf einer Seite kräuselt es sich am Arm, auf der anderen Seite ist es relativ glatt. Naja, außer für das Foto hab ich das fertige Shirt auch nie angehabt…

mein allererstes Shirt

Versuch Nr. 2 war dann schon ambitionierter – wieder ein Upcycling aus einem Herrenhemd und einem alten T-Shirt meiner Schwester. Allerdings war mir nicht klar, wie bzw. ob Jersey und Baumwollwebware überhaupt harmonieren und was man da beim Nähen noch beachten sollte. So hab ich z.B. die Ärmel und den Halssaum aus einem Teil des Herrenhemdes genäht. Dass Bügeln vor (und auch nach) dem Nähen oft hilft, hatte ich da auch noch nicht gehört. Trotzdem hab ich dieses Shirt – nicht ohne stillen Stolz – als erstes selbstgenähtes Kleidungsstück auch in der Öffentlichkeit getragen.

man erkennt die ambitionierte Anfängerin…

Den Schnitt des Shirts FANÖ mit der Passe finde ich aber wirklich immer noch schick. Vielleicht sollte ich den nochmal rauskramen und mit heutigem Nähwissen ausprobieren.

Auf jeden Fall werde ich der Nähmaschine wohl nie mehr “Goodbye” sagen!

 

 

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