Gretje und ich in Italien

Es ist eigentlich ein Unding, dass ich zum letzten Mal vor acht Jahren in Italien war. Denn während und nach meinem Studium bin ich jedes Jahr mindestens einmal hier gewesen, ein Jahr im Studium habe ich auch komplett hier gelebt. Und ich möchte fast behaupten, dass ich wahrscheinlich mehr italienische als deutsche Städte besucht und besichtigt habe. Also wirklich ein Unding und dringend wieder zu ändern.Aber nun bin ich ja endlich wieder hier. In der Toscana, und unter anderem auch in Florenz. Hier war ich zu Beginn meines Studiums mehrfach und habe hier Italienischsprachkurse gemacht und »fast alles gesehen was Florenz an Kunstsachen enthält«, so sagt Goethe es. Aber wahrscheinlich auch nicht. Denn gerade hier kann man jeden Tag und jedes Mal etwas Neues entdecken.

Als Begleiterin für meine Tour habe ich mir unter Anderem Gretje ausgesucht. Eigentlich sollte frau fadenscheins Ewa mich begleiten, aber dann kam alles anders… und ich hab mir zwei Tage vor Abflug diese Gretje genäht.

Erstens darf so ein Handgepäck wirklich nur winzig sein, und das ist die Ewa wirklich nicht. Und zweitens hat mein Rücken einen Tag vor Abflug solche Probleme gemacht, dass ich mich lieber zu einem kleinen Gepäckchen gezwungen habe, anstatt einen großen Rucksack mit so viel Stauraum rumzuschleppen.

Diese Gretje hab ich aber auf 125% vergößert. So konnte ich auch mal ein Buch, eine Zeitschrift, die Kamera und eine kleine Wasserflasche unterbringen. Innen hab ich mir auch noch ein paar Fächer genäht, ein Steckfach fürs Handy und ein Reißverschlußfach und natürlich auch noch einen Schlüsselring angebracht. Aber auch das äußere Steckfach ist sehr praktisch, um eben mal die Busfahrkarte oder ein Taschentuch wegzustecken.

Einen kleinen Nähfail gab es auch – vor Abfahrt hab ich ein Bild bei instagram gepostet. Geübte Taschennäherinnen haben es bestimmt sofort gesehen und ich hab es dann am ersten Tag in der Praxis gemerkt: Das Steckschloss habe ich falsch herum angebracht! Das hat mich dann so genervt, dass ich das noch vor Ort – vor meinem Shooting – ändern musste. Jetzt ist es richtig herum. Und wer mal einen Nahtauftrenner in Italien braucht, fragt nach einem scucitore.

 

Mein nächster Italienaufenthalt wird auf keinen Fall wieder mehrere Jahre auf sich warten lassen. Und Gretje darf auch wieder mit! Aber Ewa stelle ich euch in den nächsten Tagen natürlich auch noch vor…

Carissimi saluti dall’Italia!

 

 

Schnittmuster: Handtasche Gretje von tante anton, 125% vergrößert

Stoffe: Leinen Appel in türkis von Frau Tulpe Stoffe, grauer Cord gefunden auf der Creativa, gelber Cord aus dem Hosenupcycling, Schrägband und Paspeln aus dem örtlichen Stofflädchen, Baumwoll-Futterstoffe in gelb und hellblau von bygraziela, gelber Musterstoff von Frau Tulpe; Taschenzubehör von snaply

Verlinkt: TT-Taschen und TäschchenApfelsachen

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