Es war einmal eine Einhornelse – *nicht nur für Karneval

Es war einmal ein Einhorn

Nach Abschluss der Kinderkostümkarnevalsnäherei wollte ich mir auch noch ein Kostüm machen – oder zumindest etwas Karnevaleskes. Nachdem ich die Anleitung für ein goldenes Einhorn auf dem Blog von frauscheiner gesehen habe, war es klar. Es wird ein Einhorn. Und das Ganze als Hoodie, sodass es auch nach Karneval zu dem ein oder anderen fröhlichen Anlass mit Glitzerfaktor tragbar ist – oder einfach als Freizeitpulli taugt.

Und was ist der beste Schnitt dafür – klar, eine Else musste es sein, eine Einhornelse.

Für den Hoodie habe ich die Else als Pulli mit der Kapuze für den tiefen Ausschnitt aus weißem Sweatstoff zugeschnitten. Ganz passenderweise hab ich neulich bei bygraziela die tollen Regenbogenbündchen entdeckt und konnte nicht wiederstehen. Tolle klare Farben und GOTS zertifiziert, die Länge von 110cm hat genau für zwei Ärmel und ein Saumbündchen gereicht. Mit 7 cm haben die Bündchen eine angenehme Breite und der blaue Streifen ist etwas breiter als die anderen und hat so eine Nahtzugabe. Einziger Wermutstropfen meines Erachtens: Die Bündchen liegen einfach, so sieht man natürlich die Naht innen etwas.

Tolle Regenbogenbündchen

Dazu der tolle Krakelstreifen-Jersey – ebenfalls von bygraziela, gewonnen beim byDela-Nähkontest und ich hatte noch ein guten Stück übrig – als Innenfutter für die Kapuze. Den Tunnel für die Hoodiekordel habe ich so genäht, dass der Krakelstreifen-Jersey außen an der Kapuze sichtbar ist. Zwei messingfarbene Ösen links und rechts, die Hoodienudel durchgezogen, fertig ist die Kapuze, fast…

Zunächst hatte ich im örtlichen Stoffgeschäft Tüll in Regenbogenfarben gekauft. Den wollte ich als Einhornmähne an die Kapuze nähen. Das sah jedoch echt doof aus. Eher wie ein durchgeknalltes Punkereinhorn, so starr standen die bunten Teile vom Kopf ab und brachten dabei auch noch die Kapuze außer Form. Und waschtechnisch ist das ja mit dem Tüll auch so eine Sache…

Also hab ich das Ganze wieder abgeschnitten und dann Jerseynudeln in verschiedenen Farben – perfekte Resteverwertung und ein bißchen Upcycling aus alten T-Shirts – geschnitten und gezogen.

Einhornkapuze mit Regenbogenmähne

Die Jerseynudeln habe ich erst auf einen Sweatstreifen aufgenäht und dann in die Kapuze eingenäht. Gefällt mir jetzt besser und so sieht es doch mehr aus wie eine Regenbogenmähne.

Rückansicht mit offener Kapuze

Zum Schluss habe ich das Horn mit einem Matratzenstich mittig auf die Kapuze angenäht. Nach Karneval kann ich das dann evtl. wieder entfernen und den Hoodie so – ohne Horn – oder einfach mit abgesetzter Kapuze tragen.

Einen zauberhaften Karneval!

 

 

Schnitt: Else von schneidernmeistern als Pulli mit großer Kapuze im tiefen Ausschnitt; magisches Horn nach der Anleitung von frauscheiner, gibt’s hier kostenlos

Stoffe: weißer Sweat aus Biobaumwolle, Regenbogenbündchen (GOTS- zertifiziert) und Regenbogen-Krakelstreifenjersey von bygraziela, Jerseynudeln aus Stoffresten

Verlinkt: RUMS, Ich näh Bio, selbermachen macht glücklich

Schau doch mal hier:

2 Gedanken zu „Es war einmal eine Einhornelse – *nicht nur für Karneval

  1. Astridka sagt:

    Das ist ja eine gute Idee, ein alltags- wie karnevalstaugliches „Einhorn“ zu nähen. Ich habe diese Phase zwar schon sehr lange hinter mir, mache sie aber mit den Enkelinnen noch einmal mit und habe deshalb gerade auch ein „Einhorn“ fabriziert und wollte mich einmal umschauen, was anderen dazu einfällt.Und so bin ich hier gelandet und hab mich gefreut.
    Kölle Alaaf!
    Astrid

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