Mein erster Streich beim #Instanähabend2018: „Mancher gibt sich viele Müh’…“

Tütenhuhn No.1

Mit dem lieben Federvieh;
Einesteils der Eier wegen,
Welche diese Vögel legen;
Zweitens: Weil man dann und wann
Einen Braten essen kann;
Drittens aber nimmt man auch
Ihre Federn zum Gebrauch
In die Kissen und die Pfühle,
Denn man liegt nicht gerne kühle.

Wer kennt sie nicht, die ersten Zeilen des großartigen Wilhelm Busch. Und gleich darauf treten die frechen Buben auf und vernichten alles, was anderen heilig ist. So fällt dann auch das liebe Federvieh der Witwe Bolte ihnen zum Opfer.

Jedenfalls musste ich sofort an Max und Moritz denken, als ich diese lustigen Tütenhühner im Internet entdeckt habe. Und weil ich auch Tüten immer aufhebe – vielleicht ist das erblich bedingt?!? – brauche ich zur besseren Ordnung dringend ein Tütenhuhn – und zum Verschenken auch noch ein paar. Sicher, man kann alle gesammelten Tüten auch in eine Tüte stopfen, aber das Tütenhuhn gefällt mir hier deutlich besser.

Und so kam der #instanähabend2018, gestartet von mecki_macht und bysoneken am 19.01. unter dem Motto #organizeyour2018 gerade zur rechten Zeit. Außerdem hab ich 2018 tatsächlich noch gar nicht viel an der Maschine gesessen. Es wurde also höchste Zeit, sowohl für’s Nähen überhaupt als auch für die Tütenhühner.

Die kostenlose Anleitung für die Tütenhühner stammt von Katja von Rheinstich und ist leicht nachvollziehbar. Am Hinterteil werden die Tüten hineingestopft, an der kleinen Öffnung am Hals können die Tüten dann einfach entnommen werden. Praktisch. Mein erstes Tütenhuhn habe ich aus Stoffresten aus Baumwollwebware (für Kamm, Schnabel und Beine) und aus einem alten Herrenhemd genäht. Lustig ist es geworden, finde ich. Aufgehängt habe ich den leblosen Körper an einem einfachen Seil, das um die Hühnerbeinchen gewickelt ist.

Passend für die Landhausküche

Das Tütenhuhn hat direkt einen Platz in meiner Küche gefunden – für gebrauchte Tüten. Vielleicht mache ich noch ein paar zu Ostern.

armes Ding

Dann habe ich gestern abend noch ein neues Nadelkissen gemacht, nachdem mein altes  neulich kaputtgegangen ist.

Dazu habe ich ein Espressotässchen mit der dazugehörigen Untertasse mit Alleskleber verklebt. Der Mokka darin ist aus einem Sweatrest genäht und mit Watte gestopft, das kleine Sahnehäubchen obendrauf ist aus einem weißen Filzrest entstanden. Eine kleine Anleitung dafür habe ich im Netz gefunden.

 

Jetzt habe ich endlich wieder eine kleine Ablagefläche für Schneiderkreide, Klammern und Knöpfe – und außerdem viel Lust, gleich das nächste zu nähen!

In diesem Sinne,

Dieses war der erste Streich,
Doch der zweite folgt sogleich.

Viele Grüße!

 

 

Stoffe: Baumwollwebware aus meinem Bestand, Sweatrest, Filzrest

Schnittmuster Tütenhuhn: Rheingauer Tütenhuhn von Rheinstich

Anleitung Sahnehaube hier

Verlinkt: Nähfrosch – Linkparty kostenlose Anleitungen

Schau doch mal hier:

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