Selbstgemachter Schmetterlingskasten für Tierfreunde

Für mich reicht es jetzt eigentlich wieder mit Winter. Ich hätte gern Frühling – sofort! Morgens von Sonnenstrahlen gekitzelt werden und erstem Vogelgesang lauschen. Erste Schmetterlinge entdecken, die sich in der Frühlinssonne wärmen.

Überhaupt Schmetterlinge… ich finde ja Schmetterlingskästen wirklich faszinierend. Vor allem natürlich die tollen Farben und Formen, mit der die Natur diese kleinen faszinierenden Wesen angemalt hat. Erst neulich habe ich im Museum wieder vor so einem Kasten mit exotischen Exemplaren in schillernden Farben gestanden und gestaunt…

So schön diese Kästen auch sind, so traurig ist natürlich auch, dass diese Exemplare alle nicht mehr durch die Lüfte flattern und wahrscheinlich sind die auch nicht einfach alle so leblos vom Himmel gefallen, um jetzt hier aufgespießt zur Schau gestellt zu werden.

Eine opferfreie Variante muss her! Mit Hilfe meines Mannes, der übrigens auch ziemlich gern bastelt, habe ich nun einen tierlieben Schmetterlingskasten gebaut. Er hat den Holzkasten gemacht, während ich geschrieben, gemalt, geschnitten und geklebt hab.

 

Verschönerung der Schmetterlingskörper

Die Schmetterlinge sind nicht echt, sondern Exoten aus Kunststoff. Damit die Körper etwas echter aussehen und nicht sofort auffällt, dass sie aus Plastik sind, habe ich diese mit Acrylfarbe angemalt.

Dann habe ich das handgeschöpfte Büttenpapier zurechtgeschnitten und die Schmetterlinge grob angeordnet.

Nach einer ausführlichen Recherche habe ich wohlklingende Schmetterlingsnamen (und diejenigen, die den künstlichen Exemplaren etwas ähnlich sehen) mit Feder und ChinaInk geschrieben und mit einem etwas dickerem Klebeband aufgeklebt, sodass die Schildchen etwas erhaben sind. Auch die Flügelchen können hochgebogen werden, sodass im Rahmen ein lebendiger Schatten fällt.

Kalligrafierte Schmetterlingsnamen

 

 

Für den Rahmen haben wir einen alten Bilderrahmen zweckentfremdet. Um die nötige Tiefe zu bekommen, damit die Schmetterlinge noch ein bißchen flattern können, wurde der Rahmen auf ca. 3,5 cm vertieft. Dazu haben wir Restholz aus einer alten Orangenkiste verwendet; erst aus den alten Kanthölzern ausgelöst, dann mit einem scharfen Cuttermesser auf Länge zugeschnitten – immer wieder genau nachgemessen, damit auch alles genau passt -, schließlich geschliffen, vorsichtig in den Rahmen eingepasst und an den Ecken mit Klebeband fixiert. Als neue Füllung haben wir aus einer alten Kiefernholzplatte den Boden maßgenau zugeschnitten, dann eingeleimt und zusätzlich mit alten Bildernägeln fixiert. Nach 1 Stunde in der Zwinge wurde der Innenrahmen noch einmal entnommen und in Creme/Altweiß mehrfach mit Zwischenschliff – angeraut hält die Farbe besser – Innen und Außen lackiert.

Nach dem Trocknen wurde dann das Büttenpapier mitsamt den Schmetterlingen mit doppelseitigem Klebeband vorsichtig eingeklebt. Noch schnell eine Scheibe aus Acrylglas zugeschnitten, poliert und eingebaut, einen Haken an der Rahmenrückwand montiert und fertig ist der Schmetterlingskasten.

 

Und jetzt hängt er im Wohnzimmer und bringt Frühlingsgefühle herein.

Frühling! Jetzt! Sofort!

Viele Grüße

 

 

Material: alter Bilderrahmen, Holzreste, Leim, Papier, Schmetterlinge aus Kunststoff, doppelseitiges Klebeband, Farbe, Feder und ChinaInk

Verlinkt: RUMS

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