Liekedeler-Latzbux – Ein neuer -supercooler- Schnitt von Rabaukowitsch

Mit drei kleinen aktiven Seeräubern haben wir ein andauerndes – bisher noch nicht gelöstes – Hosenproblem. Nicht etwa, dass die Hosenbeine sehr schnell zu kurz sind, soweit kommt es bei uns meist gar nicht. Nach einer Woche mit neuer Hose unterwegs passiert es: Ein Loch im Knie.

Wenn der Sommer naht, weiß ich schon eine gute Lösung: Schnipp schnapp, geht es der Hose dann an den Kragen, bzw. an die Hosenbeine und sie wird als kurze Hose weitergetragen. Mit dem Thema Flicken habe ich mich – mit viel Aufwand, wenig Lust und nur mäßigem Erfolg – ausreichend beschäftigt.

Erstmal so lassen – Löcher in den Hosen ist ja immer mal wieder Mode – ist leider auch keine Option, denn die kleinen Finger krabbeln dann in das anfangs nur klitzekleine Löchlein und schwuppdiwupp ist das Loch plötzlich riesig und nicht mehr flickbar und das kann man dann auch nicht mehr einfach so lassen. Also müssen gefühlt jede Woche neue Hosen her.

So habe ich mich, als Ingas Aufruf zum Probenähen einer auch outdoorfähigen Latzhose für den neuen Rabaukowitsch-Schnitt „Liekedeler“ kam, – fast ganz eigennützig – gern beworben. Seit ich vor ein paar Wochen meinen ersten und dann den zweiten Bonnie-Hoodie genäht habe, bin ich auch total begeistert von den tollen Rabaukowitsch-Schnitten!

Dieser neue Hosenschnitt Liekedeler– in den Inga von Rabaukowitsch wirklich wahnsinnig viel Arbeit mit hunderten Passformfotos, mit mehreren Neuversionen und natürlich auch viel Liebe gesteckt hat – hat einige tolle Besonderheiten: Wieder die Option, hier und da Teilungen des Vorder- und Rückteils der Hose vorzunehmen; Knieabnäher mit oder ohne Kniebesatz, einen Pobesatz (oder wahlweise auch hier eine Teilung und Gesäßtaschen), einen breiten, schön geschwungenen Latz, wenn gewünscht auch mit Tasche und verschiedene Beinsäume: Bündchen, Mitwachsbündchen oder Saum mit Gummizug.

Softshellbesatz vorne und hinten

Bei meiner hier gezeigten Version habe ich eine Cordhose und eine Softshelljacke aus der Upcycling-Kiste verarbeitet. Einen netten Farbkontrast bieten auch noch die grünmelierten Lillestoff-Bündchen an den Hosenbeinen zum Mitwachsen.

Auch die Latzträger kann man weiterstellen und an den Seitenteilen des Latzes bei Bedarf die Knöpfe versetzen, sodass die Hose hoffentlich lange passt und Freude macht.

Optimal anpassbar ist die Latzhose auch an Körpergröße und -weite des kleinen Seeräubers. Hier habe ich eine 116er Länge mit einer 110er Weite genäht. Trotzdem bleibt noch genug Platz, auch einen Pulli drunterzuziehen. Eben eine richtige Outdoor-Herbsthose. Und wenn man komplett Softshell oder wasserabweisendes Material verwendet, dann bestimmt auch für den Winter.

Aber diese Latzbux ist nicht nur etwas für die kalte Jahreszeit. Inga hat zusätzlich noch eine Zip-Off-Version in die Anleitung aufgenommen, sodass die Hose im Sommer dann einfach – ganz ohne Schere – gekürzt (und auch wieder verlängert) werden kann. Diese Option werde ich dann im kommenden Frühjahr auf jeden Fall mal ausprobieren.

Ausgelegt ist das Schnittmuster für feste Baumwollstoffe, Jeans, Cord, Wollwalk usw. und die Besätze können z.B. aus strapazierfähigen Outdoorstoffen aufgesteppt, oder durch Teilung angenäht werden.

Ich bin richtig begeistert – und die Kinder auch – auch, weil diese Hose einen tollen Ersatz dieser scheußlichen schwitzigen Plastik-Matschhosen darstellt und so schneide ich schon weitere Latzhosenversionen zu. Und ich spüre: wir kommen der Lösung unseres Hosenproblems ein ganzes Stück näher. Übrigens reicht das Schnittmuster von Größe 80 – 134, also werden wir noch lange Freude an der Hose haben.

Vielen Dank, liebe Inga, dass ich diesen tollen Schnitt mit deinem entspannten und superkreativen Probenähteam mittesten durfte. Schaut euch auf jeden Fall mal bei Rabaukowitsch und den anderen Probenähmädels um, es sind wirklich so viele tolle Hosen entstanden! Inspiration pur!

 

 

Schnitt: Likkedeeler Latzbux in Größe 80-134 von Rabaukowitsch (wurde mir im Zuge des Probenähens kostenlos zur Verfügung gestellt) – auch der Kapuzenpulli ist ein Rabaukowitsch-Bonnie nach dem Schnitt „Bonnie und Kleid“; Schnitt und Anleitung bekommt ihr hier, hier oder hier.

Stoff: Cord (alte Cordhose), roter Softshell (ungetragene Softshelljacke) und Baumwollwebware (Futter, ehemaliger Vorhang) aus der Upcycling-Kiste, Lillestoff-Bündchen in grün-meliert

Verlinkt: made4boys, made4girls, Menschen(s)kinder, kiddikram, alttrifftneu

Schau doch mal hier:

6 Gedanken zu „Liekedeler-Latzbux – Ein neuer -supercooler- Schnitt von Rabaukowitsch

  1. Löweneule sagt:

    Sieht klasse aus, die Latzhose. Und schön, dass Du sie hier vorstellst. Ich war lange auf der Suche nach einem guten Latzhosenschnitt. Der hier könnte echt was für uns sein.
    LG Victoria

    • Anna sagt:

      Danke, Victoria! Ich bin wirklich begeistert. Versuch es auf jeden Fall! Heute gibt’s auch noch den Einführungspreis!
      Viel Erfolg und viele Grüße
      Anna

  2. Alt trifft Neu sagt:

    Das nenne ich mal eine schicke Latzhose. Ich sammel auch gerne Kleider, die in die Jahre gekommen sind und manchmal schaffe ich es etwas Neues daraus zu zaubern.

    Danke auch fürs verlinken auf meiner Blog Party 🙂

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