Ganz ungiftige Pilze auf einem Rabaukenhoodie

Der Pilzpulli

Letzte Woche habe ich schon ganz begeistert von dem – für mich neuen – Lieblingsschnitt „Bonnie und Kleid“ von Rabaukowitsch berichtet.

Bei einem kann es ja nicht bleiben. Ich ahne schon, jetzt werden die Rabaukenpullis hier wie Pilze aus dem Boden schießen. Denn wenn Tick mit einem neuen Hoodie aufläuft, möchten Trick und Track natürlich auch ganz gern einen haben. Also durfte ich nochmal an die Nähmaschine und kann hier den zweiten dieser vielseitigen tollen Pullis – diesmal mit Pilzen – zeigen.

Um Herbstspaziergänge für die Kinder noch attraktiver zu machen, halten wir im Moment immer nach Pilzen Aussschau. Die gucken wir aber nur an und dann kommt auch schon „Der ist bestimmt ganz giftig!“ – „Ja, ganz bestimmt!“ und dann suchen wir den nächsten. Ich habe wirklich großen Respekt vor Pilzsammlern, aber selbst würde ich das nicht machen. Ich kenn mich da auch einfach überhaupt nicht aus. Da vertrau ich lieber dem Markthändler. Aber trotzdem sind die vielen verschiedenen Pilze, denen wir dann hochwissenschaftliche Namen geben, doch ganz hübsch anzusehen.

Die Pilze auf unserem Hoodie sind aber bestimmt ganz ungiftig. Sie erhalten höchstens die Nähsucht aufrecht.

Pilzkapuze mit Schulterdetail

Auch bei diesem Pulli hab ich eine zweifarbige Zipfelkapuze mit Zipfelchen – das war der ausdrückliche Wunsch – mit Innenfutter und Knopfleiste, lange Ärmel und eine aufgesetzte Bauchtasche gewählt.

Als Grundstoff habe ich einen nicht mehr getragenen grauen Pulli von mir verarbeitet, der ursprünglich mal mit kleinen weißen Maschen bedruckt war, die aber im Laufe der Zeit ausgewaschen wurden (wie hoffentlich auch sonst aller Chemiekram, der da wahrscheinlich drin war). Ein paar kleine weiße Schatten sieht man noch auf dem Stoff hier und da, das stört das Gesamtbild des Hoodies aber nicht, wie ich finde.

Rückansicht

Ansonsten habe ich auch hier wieder – für meine Verhältnisse – mutig kombiniert. Ich freue mich immer so, wenn ich Reststücke von Lieblingsstoffen auch noch verarbeiten kann. Senfgelbe Sweatreststücke von meinem Januarhoodie von bygraziela und petrolfarbenes Bündchen, das ich auf dem Lillestofffestival gekauft habe, habe ich hier gebraucht. Außerdem ein schönes Stück eines Swafing Biojerseys namens „Mushroom“ in petrol, grau und gelb, den ich neulich auf dem Stoffmarkt, zu dem ich ja eigentlich nur zum Gucken hingehen wollte, erstanden habe. Das Stück war da ein Schnäppchen und war jetzt gerade groß genug, um ein Außenteil und das Innenfutter der Kapuze, die Bauchtasche, Ärmelpatches und kleine Seitenteile daraus zu nähen. Nur ein kleines Reststück ist noch übrig.

der fertige Pilzhoodie

Die Ärmelpatches habe ich mit Vliesofix aufgeklebt und dann zweimal rundherum und noch einmal außen um den Ärmelflicken abgesteppt. Ansonsten hab ich den Hoodie noch mit kleinen Garndetails versehen. Hier und da mit gelbem Kontrastgarn mal hin und her über die Naht genäht. Mir gefallen diese Details gut.

Abschließend hat der Hoodie für Tasche und Kragen dann noch selbstbezogene Stoffknöpfe – ebenfalls aus dem senfgelben Sweat – bekommen.

Der ist zwar giftig, bringt aber Glück!

Dem kleinen Pilzentdecker gefällt er!
Allen einen glücklichen Dienstag.

 

 

Schnitt: Bonnie von Rabaukowitsch in 98, mit Kapuze mit Knopfkragen, langen Ärmeln, Ärmelpatches und aufgesetzter Bauchtasche

Stoffe: grauer Sweat aus der Upcyclingkiste, petrolfarbenes Bündchen von Lillestoff, GOTS-zertifiziert, senfgelber Sweat von bygraziela, organic Jersey von Swafing „Mushrooms“ in petrol vom Stoffmarkt

Verlinkt: Made4boys, Menschen(s)kinder, Ich näh Bio, selbermachen macht glücklich, Dienstagsdinge, Handmade on tuesday, Creadienstag

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