Lässiger Roya-Pulli aus leichtem Rautenstrick dank Nähunfall

Herbst!

Nähen ist einfach so praktisch. Gestern nachmittag merkte ich, dass ich noch gar keinen farbneutralen hellen Pullover habe – da hab ich mir abends einfach einen genäht und schwups hatte ich heute direkt etwas zum Anziehen. Perfekt. Vielleicht hätte ein Blick in den Kleiderschrank genauso lange gedauert.

Schon vor einiger Zeit habe ich mir ein Stück beigefarbenen Strickstoff (100% Baumwolle) mit kleinen gestanzten Rauten aus dem Stofflädchen mitgebracht. Einen leichten Cardigan oder Pullover wollte ich mir daraus nähen. Aber als ich gestern den Stoff so betrachtete, kam er mir plötzlich ein bißchen zu schick oder ein bißchen zu damenhaft oder wie soll ich es ausdrücken – mir einfach nicht lässig genug vor. Was tun?

Raglanpulli Roya trifft Rautenstrick

Auf der Suche nach einem lässigen Schnittmuster habe ich mich dann relativ zügig für den Raglanpulli Roya von petit et jolie entschieden. Das Schnittmuster gibt es in den Größen 34-48 und es verfügt über zwei Saumabschlüsse. Ein paarmal habe ich die Roya schon als Shirt genäht. Vielleicht konnte ich mit dem flotten Raglan dieses überhübschen Stoff ein bißchen brechen – so mein Plan. Der Rest war dann ein dummer Zufall, der mir jetzt aber ziemlich gut gefällt.

Beim Versäubern des unteren Saumes, den ich mit Belegen gemacht habe, fiel mir dann – leider viel zu spät – auf, dass ich diesen auf die rechte Stoffseite genäht habe (linke und rechte Stoffseite des Strickstoffes unterscheiden sich kaum bis gar nicht, muss ich zu meiner Verteidigung sagen).

Ehrlich gesagt hatte ich keine Lust, den Beleg wieder aufzutrennen, deswegen habe ich das ganze Teil (Raglanärmel und Vorder- und Rückteil waren natürlich schon zusammengenäht) auf links gedreht. So lagen die Belege wieder richtig, die Overlocknähte aber außen.

Fakecovernähte

Die habe ich dann einfach knappkantig festgesteppt, sodass eine Fakecovernaht entsteht. Und das bricht diesen hübschen Strickstoff jetzt richtig gut, wie ich finde. Entsprechend habe ich auch Halsbündchen und Ärmelbündchen rechts auf links angenäht und die außenliegenden Overlocknähte wieder abgesteppt.

Fertig. Oder fast.

Denn jetzt gefiel mir der Belegabschluß am unteren Saum einfach nicht mehr gut. Also schnipp-schnapp, abgeschnitten und auch unten ein breites Bündchen aus Strickstoff – wieder links auf rechts – angenäht und die Overlocknaht abgesteppt. Und jetzt gefällt er mir richtig gut, mein neuer Pulli. Er hat zwar eine relativ neutrale Farbe, wirkt aber durch Fakecovernähte und Rautenstrick nicht langweilig.

Ich hoffe, der Herbst startet weiter mild, sodass ich meinen leichten Pulli tragen kann.
Euch einen schönen Oktoberdonnerstag!

 

Schnitt: Raglanpulli Roya von petit et jolie

Stoff: Baumwollstrickstoff (100% Baumwolle) mit kleinen Rauten in beige aus dem örtlichen Stofflädchen

Verlinkt: RUMS

Schau doch mal hier:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.