Mein #lillestofffestival2017 – Nähen und Quatschen

Endlich habe ich mein allerallererstes Festival besucht!

Tatsächlich war es nicht nur mein erstes Nähfestival, sondern mein allererstes Festival überhaupt. NÄHFESTIVAL??? – Meinen Brüdern musste ich vorher und nachher mehrfach erklären, was es damit eigentlich auf sich hat – und meine Erklärungen ernteten ungläubige Gesichter und es gab seltsame Fragen.

„Wie, erwachsene Frauen treffen sich zum gemeinsamen Nähen?“ „Müssen denn alle das gleiche nähen?“ „Gibt es da Aufgaben für alle?“ „Und was macht man da den ganzen Tag?“

Aber da ich ja nun auch zum ersten Mal dabei war, musste ich selbst einmal schauen. Mein Ticket für Samstag und Sonntag, jeweils mit Nähtisch und einen gebuchten Workshop hatte ich dabei. Gegen kurz vor 9 Uhr stand ich am Samstag morgen an der Ampel Richtung Lillestoff und schaute in den Rückspiegel – schon ein bißchen aufgeregt. Im Auto hinter mir auch eine Frau, allein. Na, ob die auch…? Auch sie blinkte links. Und sie grinste mich an. Da wusste ich, wo sie auch hinwollte. Beim Losfahren sah ich, dass ihr Autokennzeichen ganz in der Nähe meines Kennzeichens liegt. Wir parkten nebeneinander, stellten uns vor und begrüßten uns, verstanden uns sofort, M. und ich, quatschten los, packten unsere Nähmaschinen aus und reihten uns plappernd in die mittlerweile ein großes C formende Schlange auf den Parkplatz vorm Lillestoff Hauptquartier ein. Und redeten weiter, M. und ich. Wir standen da ziemlich lange und es war auch ziemlich kalt – vor lauter Aufregung hatte ich meine Jacke zu Hause vergessen. Der aufmerksame Pantomimenkünstler Bulipp hörte aber wohl mein Zähneklappern und lieh mir ganz gentlemanlike für eine Weile seinen Frack.

Gleich geht’s los – nur wann ist gleich?

Schon in der Schlange sah ich ein paar mir bekannte Bloggesichter und natürlich viele viele selbstgenähte Kleidungsstücke in allen Formen und Farben. Drinnen angekommen wurden wir von Daniele Gencalp und vielen fröhlichen Lillestoffmitarbeitern begrüßt und bekamen unser Lillestoff Goodie-Bag, gefüllt mit Buch, Jacquard und Allerlei.
M. und ich suchten uns Nähtische und saßen dann ziemlich mittig in der fröhlich quatschenden Runde.

Erstmal lief ich ein bißchen durch die Halle und schaute mir alles an, „spendete“ ein paar nicht mehr getragene Kleidungsstücke und schaute auf die Bloggerwand. Stoffe streicheln natürlich nicht ausgenommen.

Der „Marschmellaus“-Pulli

Ein bißchen Bündchenware brauchte ich auch noch für meine schon zugeschnittenen Projekte und so kam ich gleich ein bißchen mit Manu von Emilia ins Gespräch und konnte ihr einmal persönlich sagen, wie toll ich ihre Nähwerke finde. Und die Bündchenfarbe für den „Marschmellaus“-Pulli hat sie mir empfohlen und ich muss sagen: Danke, Manu, das passt super!

Einen der schönen von susalabim illustrierten Kaffeebecher wollte ich natürlich auch haben und so reihte ich mich in die nächste Schlange im Stoffkaufbereich.

Besonders schön fand ich, dass man so schnell mit Vielen ins Gespräch kam und lustig waren auch die Wortfetzen, die man so im Vorbeigehen an den Nähtischen mitbekommen hat, z.B. „Du, hast du das mit einem Beleg genäht?“ oder „Wie machst du das mit der Paspel eigentlich?“ oder „Sag mal, welches Schnittmuster trägst du gerade?“ Auch ich wurde häufig auf meinen Cardigan angesprochen – meine rosa Susanne von Compagnie M. und meinen Apfeljacquardcardigan. Da habe ich mich wirklich sehr drüber gefreut. Und zwischendurch haben M. und ich immer wieder zusammen genäht, ein bißchen getüftelt und über Schnittmuster und die Welt gesprochen.

Und dann habe ich auch noch ein paar Blog- und Instagramgesichter mal „in echt“ gesehen und gesprochen. Das war wirklich nett. Zum Beispiel Nicole, bei der ich vor ein paar Wochen ein Schnittmuster gewonnen habe, oder Fina, für die ich die BluseGreta probegenäht habe, und die Knopfkönigin und Christina vom Käferlgschäft, deren Kleider ich so oft im Netz bewundere und Birgit, die mir letzte Woche die Compagnie M. Box weitergschickt hatte und Britta von untermeinemdach, die den supersympathischen Leinensewalong bei Instagram mitgestartet hatte. Ganz viele habe ich noch gesehen, mit manchen gequatscht, einige auch erst im Nachhinein erkannt oder zuordnen können.

Richtig toll und produktiv-kreativ war mein Siebdruckworkshop, aber darüber berichte ich noch einmal an anderer Stelle.

Spaß mit Siebdruck

Immerhin kann ich jetzt ein paar Fragen beantworten:

„Wie, erwachsene Frauen treffen sich zum gemeinsamen Nähen?“ – Ja, genau! Cool, oder?

„Müssen denn alle das gleiche nähen?“- Nein, jede näht, was sie möchte. Oder gar nicht. Oder besucht Workshops. Oder streichelt Stoffe. Oder quatscht und trinkt Kaffee.

„Gibt es da Aufgaben für alle?“ – Ja, fröhlich sein und Spaß haben.

„Und was macht man da den ganzen Tag?“ – Nähen und Quatschen, Stoffe streicheln und Quatschen, Kaffeetrinken und Quatschen, Siebdrucken und Quatschen, Kuchenessen und Quatschen.

Am Ende habe ich es anders – vielleicht für meine Brüder verständlicher – erklärt: Etwa wie eine LAN-Party, nur mit Nähen.

Danke an das Lillestoffteam, mein allererstes Festival hat mir großen Spaß gemacht, und: Das Essen war lecker, der Kaffee perfekt, der Siebdruckworkshop genial und ich möchte nächstes Jahr wiederkommen. Kommst du auch, M.?

 

Ein paar Nähprojekte nehme ich wieder mit nach Hause, zusammen mit einem Kaffeebecher, ein paar schönen Jacquards und vielen schönen Eindrücken! Achja, eine Kuchenwertmarke hab ich auch noch…

Viele Grüße

 

 

Verlinkt: Das war das Lillestoff-Festival 2017

Schau doch mal hier:

10 Gedanken zu „Mein #lillestofffestival2017 – Nähen und Quatschen

    • Anna sagt:

      Danke für deinen Besuch bei mir, Pamela. Was ich leider total verpasst habe, war, den Lillestoffdesignern über die Schulter zu schauen oder so eine hübsche Kette zu basteln. Das hab ich erst hinterher gesehen. Na, ich hoffe auf das #lillestofffestival2018! Viele Grüße, Anna

  1. R.Soergel sagt:

    Ich würde auch gern teilnehmen,es klingt alles sooooo toll!!!!Ob das geht?Ich bin noch ein Nähneuling…..Obwohl ich schon lange eine Nähmaschine habe…

    • Anna sagt:

      Na klar.. der Termin für nächstes Jahr steht schon: 8./9. September. Markier es dir schonmal im Kalender, Mama! 😉
      Liebe Grüße!

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