Wie gekauft oder wie selbstgenäht? Mein erstes Overlockkleid Frau Julie Wolkenbruch

Nicht, dass ich den nächsten Sommerregenschauer heraufbeschwören möchte, aber ich muss nun mal  endlich eines meiner Lieblingkleider zeigen.

Ein Lieblingskleid ist es aber nicht nur wegen des Sommerregen-Stoffes, den ich so sehr mag, der Jersey Wolkenbruch in grau mit kleinen hellgrünen und türkisen Regentropfen. Oder wegen des Schnittes, einer Frau Julie, meiner zweiten, ein lässig lockerer, unbedingt anfängertauglicher Kleiderschnitt, der gemütlich sitzt…

Ein Lieblingskleid ist dieses Kleid aber vor allem auch, weil es das allerallererste Kleidungsstück ist, das ich mit meiner Overlock genäht habe.

Meine liebsten Maschinen!

Obwohl ich bis heute der Meinung bin, dass die Erfinderin der Spülmaschine – übrigens die Amerikanerin Josephine Cochrane – den Friedensnobelpreis verdient hat (immerhin hat sie laut Wikipedia den Preis für „die beste mechanische Konstruktion, Haltbarkeit und Zweckentsprechung“ bekommen), möchte ich auch meine beiden Nähmaschinen nicht mehr missen.

Es ist jetzt etwas über ein Jahr her, dass ich mir meine Overlock gekauft habe und seitdem ist sie aus meinem Nähzimmerchen überhaupt nicht mehr wegzudenken. Ich habe mit meinem ersten Kleid gleich eine Liste angefangen, seit ich dieses Maschinchen besitze und mittlerweile habe ich fast 130 Kleidungsstücke für Klein und Groß und kleine und größere Nähprojekte damit genäht. Das heißt theoretisch ungefähr alle drei Tage eins… aber in der Praxis auchmal an einem Tag vier und dann mal ein paar Tage nichts.

Nun aber erstmal zu meinem ersten Kleid: Wie gesagt, eine Frau Julie von schnittreif. Den Tunnel habe ich hier nicht genäht, sondern nur ein grünes Jersey-Bindeband als Gürtel geschnitten.

Mein erstes Overlockkleid

Den Halsausschnitt habe ich mit einem schmalen Jerseybündchen versäubert. Ganz stolz habe ich nach meinem ersten Kleidungsstück das Bild der Nähte an meine Familie geschickt: „Schaut mal, wie gekauft“ Immerhin war es doch ein großer Unterschied zum vorherigen Zickzackstich mit der Haushaltsnähmaschine.

Wie gekauft?!?

 

 

lässiger Armausschnitt im Sommerregenkleid

Ich gehe heute viel seltener Shoppen als früher (eine Tätigkeit, die ich eh nie besonders mochte und ja, Stoffe shoppen natürlich ausgenommen!), und oft erwische ich mich im Laden heute, dass ich – auch dank meiner Overlock –  denke: Das sieht wirklich nur aus wie gekauft. Das kann man – besser und grüner – selber machen! Schaut man sich in der erschwinglichen Bekleidungsindustrie ein bißchen um, fallen einem dann doch so ein paar Sachen auf…

Da weiß ich dann auch manchmal nicht, ob das Selbstmacherkompliment „Toll! Sieht aus wie gekauft!“ wirklich so ein tolles Lob ist. Klingt ähnlich wie „Das ist selbstgemacht, oder? Hab ich mir schon gedacht…“

„Selbstgemacht?“

Ja, hier ist Herzblut, Zeit, Hobby, Kreativität drin – was kann es Besseres geben!

Welches Selbstmacherlob hört ihr gern, welches nicht so gern?

In diesem Sinne, macht euch selbst einen schönen Donnerstag!

 

 

Schnitt: Frau Julie von schnittreif, M ohne Tunnel, sonst ohne Änderungen

Stoff: Jersey „Wolkenbruch“ in grau von michas stoffecke, Jersey in hellgrün für das Bindeband

Verlinkt: RUMS

Schau doch mal hier:

2 Gedanken zu „Wie gekauft oder wie selbstgenäht? Mein erstes Overlockkleid Frau Julie Wolkenbruch

    • Anna sagt:

      Vielen Dank, Michelle. Mittlerweile findet man ja im Netz sooo viele schöne Kleiderbeispiele, da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll! Viele liebe Grüße, Anna

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