Plotten ohne Plotter oder „Bebildern von Textilien“ #bla

Wenn man sich bei Nähenden so umschaut, bekommt man ziemlich schnell das Gefühl, das man selbst bald dringend einen Plotter benötigt. Scheinbar unbegrenzt erscheinen die Möglichkeiten, die man mit diesem Ding anstellen kann. Bei mir ist es noch nicht so weit: Ich habe keinen Plotter und über die Anschaffung bin ich noch ziemlich gespalten. Aber das Aufbringen von Schriftzügen auf Textilien fasziniert mich schon, muss ich sagen. Also habe ich mir ein bißchen Flexfolie besorgt, (mich danach über die Unterschiede von Flex-, Flock- und Vinylfolie informiert) und dann mutig angefangen zu schneiden. Ganz oldschool mit Schere, Cutter und Schneideunterlage. Das Motiv hab ich fürs erste Ausprobieren erstmal einfach gehalten.

Herausgekommen bei meinem ersten Plotten-ohne-Plotter-Versuch – aber dann ist es ja eigentlich nur „Bebildern“ – ist ein einfaches weißes Shirt – Upcycling aus einem nicht mehr gebrauchten Herrenshirt nach dem Schnitt Autumn Rockers von mamahoch2 – versehen mit einer schwarzen Sprechblase mit der Aufschrift #bla. Ein deutlich ausgefeilteres #bla-Design als freebie habe ich zuvor bei handmadekultur gefunden, aber ohne Plotter schien mir das Ausschneiden desselben erstmal unmöglich zu zeitintesiv.

Auf dem Ärmel hab ich noch ein kleines Sprechbläschen mit einem Ausrufezeichen angebracht.

Das Aufbügeln war ehrlich gesagt ziemlich experimentell. Das hat nicht wirklich schnell gut geklappt. Ich bin mal gespannt, ob und wie lange das hält. Nach dem ersten Waschen weiß ich mehr.

Als erstes Ergebnis gefällt’s mir aber ganz gut. Und ein bißchen Flexfolie ist auch noch übrig…

Einen kreativen Dienstag!

 

 

Schnittmuster: Shirt: Autumn Rockers von mamahoch2; Frottee Pants von hamburgerliebe

Stoffe: Hose: Bündchenreste in gelb, Sweat aus der Upcyclingkiste, Shirt: weißes Baumwolljerseyshirt aus der Upcyclingkiste

Verlinkt: creadienstag, made4boys, handmadeontuesday, kiddikram, kostenlose Schnittmuster-Linkparty

Schau doch mal hier:

6 Gedanken zu „Plotten ohne Plotter oder „Bebildern von Textilien“ #bla

  1. anna sagt:

    Liebe Anna,

    das kenn ich… Hab selbst auch keinen Plotter, durfte aber mal einen testen. Und es hat wirklich Spaß gemacht & phasziniert, wie perfekt das Gerät alles macht… Ich bin hin & her gerissen, ob ich mir einen anschaffe… Einerseits ist es echt genial, andererseits sind die Folien ja auch recht teuer. Und wenn ich dann Plottmotive mit 4-5 Farben sehe… Die sind hübsch, keine Frage. Die Shirts sehen ja fast aus wie gekauft (nur meistens schöner). Aber kaufen ist dann wirklich günstiger. Schon der Plott kostet ja je nach Größe bei 3 Farben um die zehn Euro… Und es ist so schnell geplottet… Das schöne daran ist, dass man vollkommen frei ist. Nicht wie bei der Stickmaschine, bei der man auf gekaufte Dateien angewiesen ist, kann man beim Plotter ja wirklich alles alleine machen.. Naja .. ich denk noch ein bisschen drüber nach 😉

    Mir gefällt das Shirt übrigens sehr gut. Sieht aus, als wäre der Plott mühevoll so designt worden, als hätte man ihn mit der Hand ausgeschnitten 🙂

    Lg anna

    • Anna sagt:

      Liebe Anna,
      vielen Dank für deinen Kommentar – ähnliche Dinge gehen mir auch durch den Kopf. Ja, der Plott ist ganz mühevoll designt worden 🙂 Von den Stickmaschinenüberlegungen wollte ich mich erstmal ganz fern halten…
      Viele Grüße,
      auch Anna

  2. Stef sagt:

    Hallo Anna,
    meine Gedankengänge hinsichtlich Plotter gehen irgendwie in die gleiche Richtung… Brauche ich einen?! Ist schon ganz nett, muss aber eigentlich nicht. Glücklicherweise habe ich eine Freundin mit Plotter und kann dort ganz lieb anfragen. Ist aber nicht das Ende der Fahnenstange, wie man so sagt.
    Deinen handmade-Plott finde ich sehr gut gelungen und der sagt ja auch schon einiges aus ;o)
    Ich hoffe, er hält. Aber letztes Endes machen auch die PlotterINNEN ihre Erfahrungen mit Machbarkeit und Haltbarkeit in kleineren Schritten.
    Also viel Erfolg beim Ausprobieren!
    Liebe Grüße, Stef

  3. vonKarin sagt:

    „Handgeplottet“ sieht cool aus. Eindeutig. 😉
    Denn da kommt das „selbstgemacht“-Feeling viel besser rüber.
    Den mit Plotter gefertigten Sachen sieht man eben – wie von Anna schon erwähnt – genau an, dass sie maschinell gefertigt wurden.
    Liebe Grüße vonKarin
    (die auch hin und her gerissen ist zwischen Plotterbegehren und „brauch-ich-nicht“)

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