Wo sind all die Indianer hin? – Anleitung für ein Tipi – Indianerzelt

Das fertige Tipi

Das fertige Tipi

Ein Tipi für kleine und große Abenteurer

Heute habe ich meinen Stoffvorrat ziemlich verkleinert und ein Indianerspielzelt für den Garten genäht. Unser Tipi ist ziemlich groß, so dass auch mehrere kleine Indianer darin Platz zum Spielen haben.

Die Herstellung ist sehr einfach und mit der Overlock geht es schnell und sieht auch von innen schön sauber aus.

 

 

 

Das habe ich für das Tipi gebraucht:

  • jede Menge Baumwollstoff, Leinen, Reststücke in beige, braun und naturfarben
  • Reststücke roter Baumwollwebware
  • 18 Stoffstreifen 4 x 15 cm für die Bänder
  • 3 Stoffstreifen 4 x 20 cm für die obere Öffnung
  • 6 Stoffrechtecke ca. 15 x 10 cm für die Stablaschen
  • ein Stück rote Bündchenware ca. 30 x 10 cm
  • 6 lange Bambusstäbe (aus dem Baumarkt) (2,30m)

schnittzeltZunächst habe ich mir eine Papiervorlage für die einzelnen Zeltbahnen erstellt. Eine Seite ist bei meinem Tipi unten 90 cm lang und ca. 180 cm hoch. Der Einfachheit halber habe ich zunächst ein Dreieck ausgeschnitten und dann die Spitze abgeschnitten, sodass ein gleichschenkliges Trapez entsteht. Die obere Parallelseite ist dann 10 cm lang.

Insgesamt habe ich mit fünf Zeltbahnen und einer Türseite gearbeitet. Vor dem Zusammenstecken und dem Vernähen mit der Overlock haben wir die einzelnen Zeltteile mit unseren Handabdrücken aus grüner und roter Stoffmalfarbe verziert.

Je nach Größe der Stoffstücke habe ich einige Seiten längs und quer gepatchworkt.

tipidetail2

Nach dem Zuschneiden und Zusammennähen einer Zeltbahn habe ich auf die einzelnen Seiten schräge rote Stoffgirlanden (aus kleinen Baumwolldreiecken in rot) und braune Bisonapplikationen aufgenäht. Denkbar wären auch Tomahawks, Federn, Donnervögel, Pfeile oder Bären.

Aus den 18 kürzeren und den drei längeren Stoffstreifen habe ich nun Bänder genäht. Dazu werden die Enden jeweils einmal umgeklappt und abgesteppt und dann die langen Seiten eingeklappt, gebügelt und abgesteppt.

Die Rechtecke für die Stablaschen habe ich einmal rundum mit der Overlock grob versäubert. Das geht sonst auch mit dem Zickzackstich der Nähmaschine.

schema1

So sollten die einzelnen Bahnen zusammengenäht werden. Die drei Bindebänder befinden sich natürlich jeweils innen!

Nun werden alle fünf Zeltseiten und das Türteil zusammengenäht. Zwischen die einzelnen Zeltseiten werden jeweils innen 3 Bindebänder genäht: eins im unteren Bereich (aber nicht ganz unten, denn da kommen noch die Stablaschen hin), eins mittig und eins etwa 5 cm vor der oberen Öffnung.

Die drei längeren Bänder werden oben an der Öffnung befestigt. Eins wird an zwei gegenüberliegenden Seiten angenäht, sodass sich eine Lasche ergibt, die über die Zeltstäbe gehängt werden kann. Die anderen beiden Bänder werden an je einer Seite gegenüberliegend angenäht, sodass man sie später zusammenbinden kann.

Stablaschen und Bindeband unten.

Stablaschen und Bindeband unten.

Nun wird für einen schönen Abschluss noch ein Bündchen an die obere Öffnung genäht. Wo unten zwei Zeltseiten aufeinandertreffen wird noch je eine Stablasche ergänzt. So steht das Tipi nachher besser und der Zeltstoff verrutscht nicht.

Das Tipi aufstellen

Am besten geht das zu zweit. Die Stäbe werden erstmal in einem Sechseck (Abstand ca. 90 cm) hingestellt und oben zusammengenommen. Mit einem Seil bindet man nun die Stelle, wo die sechs Stäbe aufeinandertreffen, zusammen.

 

Öffnung oben

Öffnung oben

Nun wird das Stoffzelt darübergestülpt und die Stäbe in die jeweilige Stablasche gesteckt. Anschließend wird das Zelt mit den Bindebändern oben und innen an den Stäben verknotet.

Fertig ist das Indianerzelt!

Nun kann man das Zelt bei Regen auch schnell hochheben, zusammenklappen und unterstellen…

…oder im Kinderzimmer wieder aufbauen.

 

Bindebänder innen

Bindebänder innen

Wenn du das Zelt noch verzieren möchtest, kannst du dies z.B. mit diesen Dekofedern tun:

feder2für die Federn brauchst du (Vorlage zum Ausdrucken hier):

  • bunte Stoffreste
  • Filz
  • große Knöpfe
  • Jerseyreste in langen Streifen (im Fadenlauf) geschnitten
  • bunte Holzperlen mit großem Loch

feder1

Die Dekofedern werden zum Schluß mit ein paar Stichen von Hand angenäht.

 

 

Viel Spaß beim Spielen und Friedenspfeiferauchen.

 

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